Besichtigung der kurfürstlichen Grablege

Carlo di Cesare

Lebensdaten:

Giovanni Maria Nosseni wurde am 25. Januar 1538 in Florenz geboren und verstarb am 22. August 1598, wahrscheinlich auch in Florenz.

 

Ausbildung:

Er erhielt seine Ausbildung bei bekannten Künstlern wie Vasari und Giambologna.

 

Beruf:

Nosseni war ein talentierter Bronzegießer und Bildhauer, der in verschiedenen Städten wie München, Landshut und Augsburg arbeitete.

 

Arbeit an der Freiberger Grablege:

Im Oktober 1590 kam Nosseni nach Freiberg, um an der Ausgestaltung der Grablege mitzuwirken. Er arbeitete dort in einer eigens dafür eingerichteten Gießerei und blieb bis Mitte 1593.

 

Arbeitsweise:

Nosseni fertigte den figürlichen Schmuck und die Vorlagen dafür an, die dann in Bronze gegossen wurden. Er arbeitete auch mit anderen Materialien wie Terrakotta oder einem ähnlichen Werkstoff wie Pappmaché.

 

Vorlagen und Inspiration:

Die Gestaltung der Statuen in der unteren Wandzone basierte auf gemalten Vorlagen, die von Künstlern wie Wehme und Cranach stammten.

 

Rückkehr nach Italien:

Nach Abschluss seiner Arbeit in Freiberg kehrte Nosseni nach Italien zurück.

 

Größtes Ensemble in Freiberg:

In der Freiberger Grablege befindet sich das größte eigenhändige Ensemble von Nosseni, das bis heute in seiner ursprünglichen Aufstellung erhalten geblieben ist.

 

Giovanni Maria Nosseni hinterließ somit einen bedeutenden Beitrag zur Kunstgeschichte, insbesondere durch seine Arbeit an der Freiberger Grablege.

 

Literatur:, Meine-Schawe, Diemer, Dehio SachsenII, Kandler, Syndram u.A.